Wieso sollen wir genau 10.000 Schritte am Tag gehen?

10.000 Schritte am Tag – das scheint die goldene Regel zu einem gesunden und fitten Leben sein. Aber warum denn eigentlich genau 10.000? Die Antwort auf diese Frage ist simpler als du vielleicht denkst.

10.000 Schritte am Tag, das sind je nach Schrittlänge sechs bis acht Kilometer. Diese Strecke legen nur die wenigsten Menschen täglich zurück. Aber wer hat diese Zahl ursprünglich festgelegt? Und ist man wirklich nur fit, wenn man diese Schrittzahl am Tag erreicht? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zu den Olympischen Sommerspielen 1964 in Japan springen und uns ein kleines Gerät anschauen, das diese Annahme erst ins Rollen gebracht hat. Im folgenden Beitrag findest du eine schriftliche Kurzfassung. Im Podcast bekommst du die ganze Geschichte:



Es reichen auch 4000 Schritte am Tag

Je mehr sich Menschen bewegen, desto besser. Besonders bei Bürojobs ist ein körperlicher Ausgleich wichtig. Allerdings müssen dafür nicht zwingend 10.000 Schritten am Tag zurückgelegt werden, um merklich zum Beispiel Herz-Kreislauf-Problemen zuvorzukommen. Eine Meta-Analyse, die im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde, besagt sogar, dass bereits 4000 Schritte das Sterberisiko verringern.

Woher stammt die 10.000-Schritte-Regel?

Die Annahme, dass 10.000 Schritte am Tag die ideale Anzahl an Schritten für einen gesunden Lebensstil sind, wurde bereits als Marketing-Coup entlarvt. Zurück geht das Ganze auf einen Schrittzähler, der aus Japan stammt. Anders als heute, hatten die Menschen Mitte des 20. Jahrhunderts noch keinen integrierten Schrittzähler in ihren Smartphones, sondern trugen hierfür ein kleines Gerät mit sich herum.

1964 fanden in Tokio die Olympischen Sommerspiele statt. Das führt zu einem richtigen Sporthype. Das Unternehmen Yamasa  machte sich das zu Nutze und brachte im Jahr 1965 ihren ersten Schrittzähler auf den Markt. Der Name des Produkts: Manpoke. „Man“ bedeutet dabei 10.000, „Po“ Schritt und „Ke“ Zähler. Zusammen also 10.000-Schrittzähler. Der Slogan auf den Werbeplakaten passte dazu: „Jeden Tag 10.000 Schritte gehen.“ Der Grund, warum 10.000 Schritte gegangen werden müssen, ist einfach: 10.000 ist die höchste Zahl an Schritten, die der Manpoke erfassen konnte. Danach sprang er wieder auf Null.


Die ganze Geschichte bekommst du in der zweiten Folge von Marketing-GeschichteN.


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Wie ist das Spaghetti-Eis entstanden? Marketing-GeschichteN

Wir schreiben den Ostersonntag im Jahr 1969: In einer Mannheimer Eisdiele sorgt der 17-jährige Dario Fontanella für Tränen und Begeisterung gleichermaßen. Inspiriert von einem Skiausflug und einem Kastanien-Dessert presst er Speiseeis durch eine eiskalte Spätzlepresse. Das Ergebnis sieht exakt aus wie ein Teller Spaghetti alla Napoletana, schmeckt aber nach Vanille, Erdbeere und Sahne. Was folgt, ist ein Lehrstück in Sachen Konsumentenpsychologie und unbeabsichtigtem Open-Source-Marketing. Weil Dario das Design nie patentieren lässt, kopieren Eisdielen in ganz Deutschland die Idee. Die Konkurrenz übernimmt die Kundenaufklärung völlig kostenlos und macht das Spaghetti-Eis zum nationalen Kulturgut, das bis heute ein rein deutsches Phänomen geblieben ist.In dieser Folge erfährst du, wie aus einer anfänglich flüssigen Masse ein thermodynamisches Meisterwerk wurde und warum die visuelle Täuschung unser Gehirn bis heute mit Dopamin flutet.Danke fürs Zuhören! 💞Folg' oder bewerte den Podcast im Player deiner Wahl.☕️ Zur Kaffeekasse🤳 Instagram: @marketinggeschichten✍️ Newsletter: Podcast ohne Kohle🗒️Blog: https://guterdinge.blog/💌 Kontakt: marketinggeschichten@gmail.comHost, Produktion, Schnitt und Recherche: Nadine von Piechowski Musik: Audiojungle  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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