1958 war ein entscheidendes Jahr für die Popkultur. Denn in diesem Jahr wurden nicht nur Michael Jackson, Madonna und Prince geboren, sondern auch noch der Chupa Chups-Lolli. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Süßigkeit noch nicht den ikonischen Namen, aber der Grundstein für den späteren kometenhaften Aufstieg des Lollis wurde in Spanien gelegt.



Enric Bernat und die Erfindung des Lollis

Der Unternehmer Enric Bernat wurde 1923 in Spanien in eine Familie geboren, in der bereits in dritter Generation Süßigkeiten hergestellt und verkauft wurden. In den 1950ern zog Bernat nach Süd-Spanien und gründete ein eigenes Unternehmen für Süßwaren, welches 1954 mit einem größeren Hersteller fusionierte. 

Bernat war nicht nur ein tüchtiger Geschäftsmann, sondern hatte auch ein Händchen für das Marketing. Wie jede*r gute*r Werbetreibende und Unternehmer*in analysierte er seine Zielgruppe, um Produkte für diese zu entwickeln. Die Zielgruppe von Süßigkeiten und Bonbons sind größtenteils Kinder. Bernat erkannte, dass diese meist ein Problem hatten, wenn sie Süßigkeiten essen. Die Kinder werden dreckig, schmieren ihre Finger an den Klamotten ab und bekommen dann Ärger mit den Eltern. Daher wollte Bernat eine Süßigkeit entwickeln, die man “mit der Gabel essen” kann. So kam Bernat darauf, einen BonBon einfach auf einen langen Stiel zu setzen – und der Lolli war geboren.

Kleine Randnotiz: Bereits 1908 wurde der US-Amerikaner  George Smith für seinen Lolli bekannt. Bernat erfand den Lolli also nicht.

Von schmelzenden Uhren zu blumigen Logos

Enric Bernat suchte relativ lange nach einem passenden Logo für sein Unternehmen. Die Agentur, die er angestellt hatte, lieferte keine Ergebnisse, die dem Süßwarenhersteller gefielen. Enric erzählte seinem brühmten Freund Salvador Dalí von seinem Problem. Dalí soll an dem Tag noch das ikonische Chupa Chups-Logo mit einer Blume und dem Schriftzug in der Mitte auf eine Serviette oder auf Zeitungspapier gezeichnet haben. Auch die Platzierung oben auf dem Lolli und nicht an der Seite, sodass man das Logo gut erkennen kann, soll Dalís Einfall gewesen sein. Bis heute wird das Logo in nahezu unveränderter Form verwendet. Also haben wir uns wahrscheinlich alles schon mal einen waschechten Dalí gekauft. Der Marktwert seiner Bilder liegt momentan übrigens im Millionen-Bereich.


Die ganze Geschichte bekommst du in der dritten Folge von Marketing-GeschichteN.


Feedback und Themenvorschläge

Wenn du Feedback loswerden möchtest, oder einen Themenvorschlag hast, dann melde dich am besten per Mail an marketinggeschichten@gmail.com bei mir oder schreib mir auf Instagram.


Alle Folgen von Marketing-GeschichteN:

Wieso feiern wir Halloween? – Marketing-GeschichteN

Kleine Gespenster, Hexen und Zombies ziehen bald wieder durch die Straßen, klingeln an Haustüren und rufen “Süßes oder Saures!”. Was heute für viele zu einer beliebten jährlichen Tradition geworden ist, war in den 1990ern bei einem Großteil der Menschen in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Dann fiel Karneval gleich zwei Jahre hintereinander aus und die Einnahmen der Spielzeugindustrie brachen ein. Ein neuer Feiertag musste her und die Blicke der Fachgruppe Karneval gingen in Richtung USA. In dieser Folge von Marketing-GeschichteN schauen wir uns an, wie Halloween entstanden ist, wie der Gruseltag nach Nordamerika kam und warum er in Deutschland 2025 für voraussichtlich über 500 Millionen Euro Umsatz im Einzelhandel sorgt. Wir gehen der Frage nach: Wie kam Halloween nach Deutschland? Hinweis: Diese Folge ist eine erneute Veröffentlichung und zum ersten Mal am 28.10.2025 erschienenTonHexenlachen: Sound Effect von derUnfassbare, Pixabayevil laugh, Sound Effect by freesound_community from PixabayClassic Ghost Sound, Sound Effect by freesound_community from PixabayKids laughing, Sound Effect by Dilip from PixabayQuellen (Auswahl) Absatzwirtschaft.de, Wie die Deutschen das Gruseln lernten National Geographic, Trick or Treat: Wie Halloween nach Deutschland kamStern.de, Brauchtum aus den USA: Wie Halloween nach Deutschland kamPressemitteilung Deutsche Spielwarenindustrie, Kürbis und Kostüme kurbeln den Umsatz anDanke fürs Zuhören! 💞Folg' oder bewerte den Podcast im Player deiner Wahl.☕️ Zur Kaffeekasse🤳 Instagram: @marketinggeschichten✍️ Newsletter: Podcast ohne Kohle🗒️Blog: https://guterdinge.blog/💌 Kontakt: marketinggeschichten@gmail.comHost, Produktion, Schnitt und Recherche: Nadine von Piechowski Musik: Audiojungle  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
  1. Wieso feiern wir Halloween?
  2. Pumpkin Spice Latte: Woher kommt der Hype?
  3. Wie ist der Supermarkt entstanden?
  4. Wie wurde Club Mate zum Kultgetränk?
  5. Wieso denken wir bei Spezi an Paulaner?

Kommentar verfassen