Warum trinken wir O-Saft zum Frühstück?

Ein Glas Orangensaft im Vordergrund. Im Hintergrund Orangen

Wer an ein leckeres Frühstück denkt, denkt meistens nicht nur an frische Brötchen und Waffeln, sondern auch an ein Glas frisch gepressten O-Saft. Aber warum ist das so? Die Antwort gibt es in der ersten Podcast-Folge von Marketing-GeschichteN

Orangensaft scheint das Getränk für ein ausgiebiges, leckeres Frühstück zu sein. Aber warum eigentlich? Ist O-Saft am Nachmittag nicht genauso lecker?  Die Antwort auf diese Frage hat mit einem sehr cleveren Werbetreibenden zu tun.  Im folgenden Beitrag findest du eine schriftliche Kurzfassung. Im Podcast bekommst du die ganze Geschichte:



The California Fruit Growers Exchange: Orangen für alle

Orangen werden schon seit Jahrhunderten in vielen Ländern angebaut, geentert und gegessen. Aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts fingen die Landwirt*innen in Kalifornien (USA) an, die Früchte nicht nur auf den lokalen Märkten zu verkaufen, sondern die Orangenbäume auch kommerziell zu nutzen und den Ertrag überall im Land zu verkaufen.  Einen entscheidenden Einfluss darauf hatte die Weiterentwicklung der Transport- und Lagermöglichkeiten.

Um die Orangen auch im ganzen Land verkaufen zu können, schlossen sich die Landwirt*innen zu einer Genossenschaft zusammen. Namentlich: The California Fruit Growers Exchange. In dieser Genossenschaft vereinten sich ungefähr 45 Prozent der Landwirt*innen, die Zitrusfrüchte in der Region angebaut haben. So cool dieser Zusammenschluss auch war, es gab ein Problem: Zu viele Orangen! 

Albert Lasker: Der Erfinder der modernen Werbung bringt den O-Saft auf die Frühstückstische

Da die Orangenplantagen immer ertragreicher wurden, gab es irgendwann mehr Angebot als Nachfrage. Das hatte zur Folge, dass die Preise in den Keller fielen. 1905 waren die Preise für Orangen so niedrig, dass viele Landwirt*innen ihre Plantagen aufgaben oder sogar zerstörten. Es war klar: die Nachfrage muss gesteigert werden.

Hierfür heuerte die Genossenschaft Albert Lasker an, der eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Marketings war und nach wie vor ist. Zuerst änderte er den Namen der Genossenschaft. Aus The California Fruit Grower Exchange wurde Sunkist. Lasker wählte den Namen, da es für ihn nicht einfach um Orangen ging. Es geht um Früchte, die von der Sonne Kaliforniens geküsst wurden. Im Englischen also sun-kissed. Lasker setzte sich mit diesem Namen von der Konkurrenz ab und ließ Sunkist auch gleich als Marke eintragen.

„Drink an Orange“

Der entscheidende Fortschritt für Sunkist war allerdings Laskers Idee, aus den Orangen einfach Saft zu machen. Für die Herstellung eines einzigen Glases benötigt man nämlich bereits zwei bis drei Orangen. Und um es den Kund*innen so einfach wie möglich zu machen, entwickelte Lesker mit seinem Team gleich eine Orangenentsafter dazu. Diese wurde gemeinsam mit den Orangen verkauft und mit der Kampagne “Drink an Orange” im ganzen Land bekannt gemacht. In der Kampagne wurde auch der perfekte Zeitpunkt für das tägliche Glas Orangensaft beworben: der Morgen.

Und wieso morgens? Der Grund ist denkbar einfach. Orangensaft als Abendgetränk zu etablieren, hat einfach nicht funktioniert. Eine derartige Kampagne gab es zwar, wurde aber nicht so gut angenommen. Außerdem hat Sunkist zeitgleich zu der Orangensaft-Kampagne ein anderes Getränk beworben: Limonade aus kalifornischen Zitronen – und die gab es am Nachmittag. 


Die ganze Geschichte bekommst du in der ersten Folge von Marketing-GeschichteN.


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Warum ist Ritter Sport eigentlich quadratisch? Marketing-GeschichteN

Stell dir vor, du willst Schokolade zum Fußballspiel mitnehmen, aber die Tafel bricht in deiner Tasche in tausend Teile. Genau dieses Alltagsproblem löste Clara Ritter 1932 mit einer Idee, die heute Millionen wert ist und sogar die Gerichte beschäftigt.In dieser Folge von Marketing-GeschichteN reisen wir zurück ins Jahr 1912 nach Stuttgart. Was als kleine Konditorei von Alfred Eugen Ritter und Clara Göttle begann, entwickelte sich zu einem Paradebeispiel für konsequente Markenführung. Du erfährst, wie die „Sport-Schokolade“ in die Sakkotasche wanderte und warum das Unternehmen in den 60er Jahren alles auf eine Karte setzte: das Mono-Marketing.Wir beleuchten den mutigen Schritt, das gesamte Sortiment – von Pralinen bis zu Langtafeln – radikal zu streichen, um nur noch eine Form zu produzieren: das Quadrat. Diese Entscheidung machte Ritter Sport im Supermarktregal absolut unverwechselbar. Außerdem blicken wir auf die Einführung der legendären bunten Palette und den ikonischen „Knick-Pack“, die die Marke bis heute definieren. Zum Abschluss klären wir, warum Ritter Sport sein Quadrat sogar vor dem Bundesgerichtshof gegen die Konkurrenz verteidigen musste.Viel Spaß beim Hören!Erwähnte Folge: https://shows.acast.com/marketing-geschichten/episodes/wieso-heisst-haribo-soDer Blogartikel dazu: https://guterdinge.blog/2025/01/07/fun-fact-wieso-heist-haribo-so/Töne: Music by Alana Jordan from PixabaySound Effect by ALEXIS_GAMING_CAM from PixabayWerbespot 1: https://www.youtube.com/watch?v=wCbMkMTwr6s Werbespot 2: https://www.youtube.com/watch?v=27rB5A5Wjxg Danke fürs Zuhören! 💞Wenn dir der Podcast gefällt, freue ich mich über eine Bewertung oder einen Follow.Wenn du Themenvorschläge hast, schick mir eine Mail an marketinggeschichten@gmail.comDu möchtest Marketing-GeschichteN unterstützen? Spendier mir einen Kaffee: https://ko-fi.com/marketinggeschichtenMehr von Marketing-GeschichteN findest du hier:Zum Blog mit Bildmaterial und Zusatzinfos: https://guterdinge.blog/Folgt dem Podcast auf Instagram: @marketinggeschichtenHost, Produktion, Schnitt und Recherche: Nadine von Piechowski Musik: Audiojungle  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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