I love New York und eine Werbepionierin, die niemand kennt

Die Freiheitsstatue

Der Slogan „I Love New York“ gehört zu den bekanntesten Werbeslogan aller Zeiten – und stammt von einer Frau, die heute für einen Großteil der Menschen unbekannt ist: Mary Wells Lawrence. Warum die Stadt einen Slogan brauchte und wer das Design zugesteuert hat, lest oder hört ihr in diesem Artikel.

Marketing kann nicht nur Produkten zu mehr Popularität verhelfen, sondern auch Städten. Das zeigt die „I love New York”-Kampagne aus den 1970er-Jahren ziemlich eindrücklich. Zu dieser Zeit war The Big Apple nämlich noch kein beliebtes Reiseziel, sondern viel mehr ein echter Tourist*innenschreck. Kriminalität, Plünderungen und Gewalt waren in der Metropole an der Tagesordnung.

Ohne Mary Wells Lawrence kein „I love New York“

Dieses Image wollte die Metropole abschütteln und beauftragte Mary Wells Lawrence mit der Sache. Wells Lawrence schuf nicht nur den „I love New York”-Slogan, sondern war auch noch Mitgründerin der Werbeagentur „Wells Rich Greene“. Sie wurde die erste weibliche CEO eines an der New Yorker Börse notierten Unternehmens und war im Jahr 1969 die bestbezahlte Führungskraft in der Werbebranche.



Milton Glaser lieferte das Design: I ♥️ NY

Das Logo, das man nun auf allerhand Merchandise sieht, stammt vom Grafik-Designer Milton Glaser, der offensichtlich schon Emojis benutzte, lange bevor es Smartphones gab. Mittlerweile nimmt der Staat New York im Jahr viel Geld durch Produkte mit dem „I ♥️ New York”-Schriftzug auf verschiedenen Produkten ein und der Slogan sowie das Logo sind weltberühmt.


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Mary Wells Lawrence, die Schöpferin dieser Kampagnen, ist es leider nicht. Vielleicht kann ich mit dieser kleinen Fun-Fact-Folge ein wenig dazu beitragen, dass auch Frauen, die die Marketing-Geschichte geprägt haben, ein wenig mehr Sichtbarkeit bekommen.


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Marketing-GeschichteN ist ein Podcast, in dem ich (Nadine) die Geschichte hinter einflussreichen Kampagnen erzähle, die unser tägliches Leben beeinflussen. Vom Stanley Cup bis zu Swifties und von Zahnpasta bis Cellulite.

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Wie ist das Spaghetti-Eis entstanden? Marketing-GeschichteN

Wir schreiben den Ostersonntag im Jahr 1969: In einer Mannheimer Eisdiele sorgt der 17-jährige Dario Fontanella für Tränen und Begeisterung gleichermaßen. Inspiriert von einem Skiausflug und einem Kastanien-Dessert presst er Speiseeis durch eine eiskalte Spätzlepresse. Das Ergebnis sieht exakt aus wie ein Teller Spaghetti alla Napoletana, schmeckt aber nach Vanille, Erdbeere und Sahne. Was folgt, ist ein Lehrstück in Sachen Konsumentenpsychologie und unbeabsichtigtem Open-Source-Marketing. Weil Dario das Design nie patentieren lässt, kopieren Eisdielen in ganz Deutschland die Idee. Die Konkurrenz übernimmt die Kundenaufklärung völlig kostenlos und macht das Spaghetti-Eis zum nationalen Kulturgut, das bis heute ein rein deutsches Phänomen geblieben ist.In dieser Folge erfährst du, wie aus einer anfänglich flüssigen Masse ein thermodynamisches Meisterwerk wurde und warum die visuelle Täuschung unser Gehirn bis heute mit Dopamin flutet.Danke fürs Zuhören! 💞Folg' oder bewerte den Podcast im Player deiner Wahl.☕️ Zur Kaffeekasse🤳 Instagram: @marketinggeschichten✍️ Newsletter: Podcast ohne Kohle🗒️Blog: https://guterdinge.blog/💌 Kontakt: marketinggeschichten@gmail.comHost, Produktion, Schnitt und Recherche: Nadine von Piechowski Musik: Audiojungle  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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