Werbung auf Fußballtrikots: Wie hat das angefangen?

Fußballtrikots sind längst mehr als Sportbekleidung – sie dienen als Werbefläche und ziehen durch Marken und Logos auf T-Shirts, Trainingsanzügen und Sporttaschen die Aufmerksamkeit auf Unternehmen. Der Fußball hat sich von einem beliebten Sport zu einer milliardenschweren Industrie entwickelt, in der Werbung eine zentrale Rolle spielt. Doch wie begann dieser Trend?

Die Geschichte von Fußballtrikots und Werbung: Wie der Hirschkopf den Fußball revolutionierte

Fußball an sich gibt es schon ziemlich lange. Bereits in Klöstern soll eine frühe Form des Mannschaftssports gespielt worden sein. Wie wir das Fußball spielen heute kennen, begann höchstwahrscheinlich im 19. Jahrhundert in England. Damals entwickelten sich die ersten Regeln an öffentlichen Schulen, doch diese variierten stark. 1863 schuf die Gründung der Football Association (FA) einheitliche Regeln, die als Grundlage des modernen Fußballs gelten. Schnell verbreitete sich der Sport weltweit, vor allem durch britische Seeleute und Ingenieure.

1904 wurde die FIFA gegründet, die für internationale Wettbewerbe wie die Weltmeisterschaft verantwortlich ist. In Deutschland fand das erste dokumentierte Fußballspiel 1874 in Braunschweig statt. Der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954, das „Wunder von Bern“, machte Fußball endgültig zum kulturellen Phänomen in Deutschland.

Der Start des Trikotsponsorings: Ein mutiger Schritt von Eintracht Braunschweig

Die Geschichte der Trikotwerbung begann 1973 in Braunschweig – derselben Stadt, in der auch das erste Fußballspiel Deutschlands stattfand. Günter Mast, Chef von Jägermeister, erkannte bei einem Grillfest das Potenzial des Fußballs als Werbefläche. Mast und der damalige Eintracht-Präsident Ernst Fricke fanden eine kreative Lösung, um das Verbot direkter Werbeaufdrucke auf Trikots zu umgehen: Sie ersetzten das Vereinswappen durch das Jägermeister-Logo.

Am 24. März 1973 lief Eintracht Braunschweig erstmals mit dem Hirschkopf auf den Trikots gegen Schalke 04 auf. Trotz anfänglicher Widerstände setzte sich die Idee durch, und noch im selben Jahr erlaubte der DFB offiziell Trikotwerbung.

Vom Hirschkopf zur Milliardenindustrie

Das Trikotsponsoring wurde schnell populär. Vereine wie Borussia Dortmund, Schalke 04 und Hertha BSC folgten dem Trend und nutzten ihre Trikots für Werbebotschaften. Während Eintracht Braunschweig 1973 noch 100.000 Mark pro Jahr erhielt, generieren die Bundesliga-Clubs heute zusammen etwa 250 bis 270 Millionen Euro pro Saison aus Trikotsponsoring.

Allerdings ist der Anteil der Trikoteinnahmen am Gesamtumsatz der Vereine gesunken, da Medienrechte und andere Einnahmequellen stark gewachsen sind. Trotzdem bleibt die Werbefläche auf Fußballtrikots ein wichtiger Faktor im modernen Profifußball.

Aktuelle Trends: Check24 und das Fan-Trikot zur EM 2024

Ein aktuelles Beispiel für kreative Trikotwerbung ist die Aktion von Check24 zur EM 2024. Gemeinsam mit Puma designte das Vergleichsportal ein Fan-Trikot, das kostenlos an Nutzer*innen der Check24-App verschickt wurde. Rund fünf Millionen Menschen nahmen teil, und die eigentlich kostenlosen Shirts werden mittlerweile auf Plattformen wie eBay gehandelt. Die Aktion zeigt, wie Fußballtrikots auch heute noch als effektive Werbefläche genutzt werden – nicht nur für Sichtbarkeit, sondern auch, um wertvolle Daten zu sammeln.

Fazit: Die Erfolgsgeschichte des Fußballtrikots als Werbefläche

50 Jahre nach der Premiere des Jägermeister-Hirschkopfs hat sich Trikotsponsoring zu einer zentralen Einnahmequelle im Fußball entwickelt. Was mit einer mutigen Idee in Braunschweig begann, ist heute nicht mehr aus dem Sport wegzudenken. Die Geschichte zeigt: Fußballtrikots sind nicht nur Teil des Spiels, sondern auch ein Spiegel für die Kommerzialisierung des Fußballs – und eine der effektivsten Werbeflächen überhaupt.


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Wie ist das Spaghetti-Eis entstanden? Marketing-GeschichteN

Wir schreiben den Ostersonntag im Jahr 1969: In einer Mannheimer Eisdiele sorgt der 17-jährige Dario Fontanella für Tränen und Begeisterung gleichermaßen. Inspiriert von einem Skiausflug und einem Kastanien-Dessert presst er Speiseeis durch eine eiskalte Spätzlepresse. Das Ergebnis sieht exakt aus wie ein Teller Spaghetti alla Napoletana, schmeckt aber nach Vanille, Erdbeere und Sahne. Was folgt, ist ein Lehrstück in Sachen Konsumentenpsychologie und unbeabsichtigtem Open-Source-Marketing. Weil Dario das Design nie patentieren lässt, kopieren Eisdielen in ganz Deutschland die Idee. Die Konkurrenz übernimmt die Kundenaufklärung völlig kostenlos und macht das Spaghetti-Eis zum nationalen Kulturgut, das bis heute ein rein deutsches Phänomen geblieben ist.In dieser Folge erfährst du, wie aus einer anfänglich flüssigen Masse ein thermodynamisches Meisterwerk wurde und warum die visuelle Täuschung unser Gehirn bis heute mit Dopamin flutet.Danke fürs Zuhören! 💞Folg' oder bewerte den Podcast im Player deiner Wahl.☕️ Zur Kaffeekasse🤳 Instagram: @marketinggeschichten✍️ Newsletter: Podcast ohne Kohle🗒️Blog: https://guterdinge.blog/💌 Kontakt: marketinggeschichten@gmail.comHost, Produktion, Schnitt und Recherche: Nadine von Piechowski Musik: Audiojungle  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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